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Institut für Pathologie - Klinikum Fürth  

Krebswörterbuch


A - B - C - D - E - F - G - H - I - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Z

A

Ablatio mammae
Operative Entfernung der Brust.

Adenomatös
Drüsenförmiges Wachstum; ein Adenom ist ein gutartiger Tumor, der von den Drüsen ausgeht.

Adjuvante Therapie
Jede "unterstützende" Therapieform. Wenn nach der vorhergegangenen Therapie (Operation, Strahlentherapie) kein Tumor mehr nachweisbar ist, aber das Vorhandensein einzelner Tumorzellen nicht ausgeschlossen werden kann, wird adjuvant therapiert, zum Beispiel mit Hormonen (adjuvante Hormontherapie) Antiöstrogenen, Zytostatika (adjuvante Chemotherapie).

Alphafetoprotein (AFP)
Eiweißgruppe, die im Gewebe von Embryos vorkommt, bei Erwachsenen normalerweise nicht. Das Wiederauftreten von AFP kann das Anzeichen einer Krebserkrankung sein, zum Beispiel von Hodenkrebs.

Angiosarkom
Seltener gefährlicher Tumor der in den Blutgefäßen entsteht.

Antigen
Jede Substanz, die von außen kommt und dem Körper "fremd" erscheint. Regt das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern an.

Antigen-Antikörper-Kornplex
Ein Molekül, das aus der Verbindung von Antigenen mit Antikörpern entsteht.

Antigenität
Fähigkeit einer Substanz als Antigen zu wirken.

Antikarzinogen
Krebshemmende Substanz, mit der die Wirkung eines Karzinogens unterdrückt oder aufgehoben wird.

Antikörper
Substanzen, die das - Immunsystem als Abwehrreaktion auf eingedrungene Fremdkörper (- Anti- gene) bildet und die sich gezielt gegen dieses - Antigen richten.

Antimetabolit
Chemische Verbindung, deren Struktur einer anderen, natürlichen Substanz sehr ähnlich ist, nämlich den Metaboliten, die den Stoffwechsel beeinflussen. Antimetaboliten sehen so aus als seien sie normale Metaboliten. Sie dringen in den Stoffwechsel ein und blockieren bestimmte biochemische Reaktionen, weil sie eben nicht die "echten" Metaboliten sind. Wenn die Antimetaboliten für die Tumorzellen mit ihrem besonderen Stoffwechsel schädlicher sind als für die gesunden Zellen, werden sie bei der Chemotherapie verwendet.

Antiöstrogene
Hemmstoffe des körpereigenen Hormons Östrogen. Sie binden sich anstelle des Östrogens an dessen Hormonrezeptoren und spielen eine wichtige Rolle bei der Therapie von Brustkrebs.

Antiserurn/Immunserum
Serum, das Antikörper gegen Krartkheitserreger enthält.

Ätiologischer Faktor
Verursachender Faktor.

Attenuierte Viren
Abgeschwächte Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) oder Bestandteile davon, die gezüchtet oder biochemisch hergestellt werden. Sie werden Patienten und Patientinnen gespritzt, weil sie die Bildung von Antikörpern veranlassen und so den Körper vor den "echten" Viren oder Bakterien schützen.

Autoimmun-/Autoaggressionskrankheiten
Krankheiten des menschlichen Immunsystems, bei denen lmmunzellen das eigene Körpergewebe schädigen.

Autotransplantation
Gewebe - zum Beispiel Haut - eines Patienten oder einer Patientin wird von einer Stelle des Körpers zu einer anderen transplantiert.

Seitenbeginn

B

B-Lymphozyten
"B-Zellen", Form von Lymphozyten, die im Knochenmark entstehen. Sie kommen in verschiedenen Teilen des Lymphsystems vor und sind Vorläufer der Plasmazellen. Diese Plasmazellen sind vermutlich die Hauptproduzenten der Antikörper.

Benigner Tumor
"Gutartige" Wucherung, die keine Metastasen bildet.

Biopsie
Entnahme von Gewebe durch Punktion (Feinnadelbiopsie) oder Probeexzision (Exzision). Diese Gewebeprobe wird histologisch (Histologie) oder zytologisch (Zytologie) auf ihre Beschaffenheit untersucht. Damit können gutartige oder bösartige Veränderungen festgestellt werden.

Blutbild
Bestimmung der Zahl von roten und weißen Blutkörperchen sowie Blutplättchen in einer Blutprobe. Daher rotes und weißes Blutbild.

Seitenbeginn

C

CEA
Abkürzung für carcinoembryonales Antigen. Ein Frotein, das zur Verlaufsbeobachtung von Krebserkrankungen besonders des Magen-Darm-Trakts benutzt wird. Es kommt bei manchen Krebserkrankungen im Blut vor, aber auch bei gutartigen Veränderungen sowie manchmal bei völlig gesun- den Menschen.

Chemotherapie
Behandlung mit Zytostatika, in deren Verlauf Tumorzellen abgetötet oder am Wachstum gehindert werden. In der modernen Chemotherapie versucht man, gesunde Zellen möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Chordotomie
Chirurgische Durchtrennung eines Nervenstrangs, dervom Rückenmark abgeht. Wird durchgeführt, um einen Schmerz zu behandeln, der sich auf keine andere Weise lindern läßt.

Chorionkarzinom
Seltener Tumor in der Gebärmutter, kann allein durch Chemotherapie vollständig geheilt werden.

Computertomographie
Schichtweises Röntgen mit Computersteuerung. Die einzelnen Schichten werden durch den Computer zusammengesetzt, so daß sich ein dreidimensionales Bild ergibt, auf dem auch besonders kleine Tumore oder Metastasen sichtbar sind.

Seitenbeginn

D

Desoxyribonukleinsäure
siehe DNS/DNA.

Diagnose
Erkennung und Benennung einer Krankheit.

DNA oder DNS
Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure, eines der beiden informationsspeichernden Makromoleküle, die in allen Zellen vorkommen; das andere wird RNA/RNS genannt. Sie sind Träger der Erbinformation und steuern die zentralen biologischen Lebensvorgänge aller Organismen.

Seitenbeginn

E

Elektronenmikroskop
Optisches Instrument, mit dem Zellstrukturen und noch kleinere Strukturen bis zu 300.000fach vergrößert werden. Funktioniert, indem durch Elektronenstrahlen die Bilder auf speziellen fluoreszierenden oder fotografischen Platten dargestellt werden.

Elektrophorese
Technische Trennung verschiedener Substanzen nach Richtung und Geschwindigkeit ihrer Wanderung im elektrischen Feld.

Endoskop
Optisches Instrument, mit dem Hohlorgane - zum Beispiel Blase oder Magen - von innen angeschaut werden können.

Enzyme
Eiweißstoffe, die Stoffwechselreaktionen steuern.

Ergotherapie
"Beschäftigungstherapie"; wird häufig in Nachsorgekliniken eingesetzt. Durch sinnvolle, kreative Beschäftigung gelingt es vielen Tumorpatienten und -patientinnen, psychische Probleme besser zu bewältigen und so ihre Erkrankung leichter zu verarbeiten.

Erythropoietin
Wachstumsfaktor zur Bildung von roten Blutkörperchen.

Ewing-Sarkom
Knochentumor, der immer im Knochenmark entsteht, meistens in den langen Röhrenknochen.

Exfoliativzytologie
Mikroskopische Untersuchung von Körperzellen, die von Oberflächen innerhalb des Körpers abge- nommen wurden; zum Beispiel Pap-Test.

Exzision
Ausschneidung; operative Entfernung eines Körperteils oder Tumors.

Seitenbeginn

F

Feinnadelbiopsie
Risikoarmes, einfaches Biopsieverfahren (Biopsie), bei dem mit einer sehr dünnen Nadel Gewebe zur zytologischen (Zytologie) und histologischen (Histologie) Untersuchung entnommen wird. Dieses Verfahren wird häufig bei tastbaren Knoten angewendet.

Fluor
Fluor-Isotop, wird als Marker bei Röntgen-Untersuchungen verwendet.

Früherkennung
Maßnahmen, um Krebs so früh wie möglich zu erkennen. Jeder sollte einmal im Jahr zur Krebs- früherkennungsuntersuchung gehen. Das deutsche Krebsfrüherkennungsprogramm sieht vor: bei Frauen über 20 Jahren werden die Geschlechtsorgane untersucht, ab 30 auch Brust und Haut, und ab 45 zusätzlich Enddarm und Dickdarm. Bei Männern über 45 werden die äußeren Geschlechtsteile, Dickdarm, Prostata und Haut untersucht.

Seitenbeginn

G

Gamet
Fortpflanzungsreife männliche oder weibliche Geschlechtszelle (auch Keimzelle), die Samen- oder Eizelle.

Gammastrahlen
Elektromagnetische Strahlen mit extrem kurzer Wellenlänge, z.B. Röntgenstrahlen.

G-CSF G M-CSF
Wachstumsfaktoren zur Bildung bestimmter Leukozyten.

Gefrierschnitt
Biopsiertes Gewebe wird durch Trockeneis eingefroren und dann zur mikroskopischen Untersuchung in hauchdünne Scheiben geschnitten. Wird angewendet, wenn während einer Operation sofortige Gewebeanalysen nötig sind.

Gen
Gene sind die Erbanlagen, die auf den Chromosomen der Zellkerne als lnformationseinheiten angeordnet sind.

Genom
Die Gesamtheit der genetischen Information, die in einer Zelle enthalten ist, der Chromosomensatz einer Zelle.

Gestagene
Hormongruppe, die für die Vorbereitung und Erhaltung der Schwangerschaft von Bedeutung sind; werden in den Eierstöcken (Ovarien) produziert.

Gliom
Tumor der aus dem Binde- und Stützgewebe des Nervensystems hervorgeht.

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H

Heilung
Vollständige Beseitigung eines Krankheitszustandes. In der Krebstherapie bedeutet Fünfjahresheilung z. B. Krankheitsfreiheit 5 Jahre nach Durchführung der Therapie.

Hepatom
Jede Art von Lebertumor.

Histologie
Lehre von den Geweben des Körpers. Bei der histologischen Untersuchung wird das entnommene Gewebe auf seine einzelnen Bestandteile untersucht; sie dient damit der Diagnose oder Differentialdiagnose bei Verdacht auf einen Tumor.

Hodgkinsche Krankheit
Morbus Hodgkin, Lymphogranulomatose, Krebserkrankung, die primär hauptsächlich das Lymphgewebe und andere Gewebe angreift, die für die Infektabwehr wichtig sind.

Hormone
Vom eigenen Körper in Drüsen produzierte Botenstoffe, die über die Blutbahn an ihr Erfolgsorgan gelangen, da an bestimmten Stellen anlegen (Hormonrezeptoren). Dort regeln sie Vorgänge wie Wachstum, Geschlechtsverhalten (Östrogen) oder den Stoffwechsel von Nahrungsmitteln.

Hormonrezeptoren
Anlegestelle für Hormone an der Zelle. Sind an einem Tumorgewebe diese Anlegestellen nachweisbar so ist dieses Gewebe wahrscheinlich für dieses Hormon empfindlich. Diese Empfindlichkeit wird bei der Hormontherapie genutzt.

Hormontherapie
Behandlung mit Hormonen, wird bei der Krebstherapie mit anderen Verfahren kombiniert.

Humorale Immunität
Form der Immunität, die durch Antikörper bewirkt wird, die in den Körperflüssigkeiten zirkulieren.

Hypophysektomie
Chirurgische Entfernung der Gehirnanhangsdrüse (Hypophyse).

Seitenbeginn

I

Immunoassay
Verfahren, mit dem die Menge an Antikörpern und Antigenen in Körperflüssigkeiten ermittelt wird z. B. bei Blut- und Urinproben.

Immunsystem
Abwehrsystem unseres Körpers gegen körperfremde Stoffe oder Organismen (z. B. Bakterien oder Viren). Bestimmte Blutkörperchen (Leukozyten, Lymphozyten), aber auch körpereigene Botenstoffe (Hormone) sind Teile dieses komplexen Systems. Ein Einfluß der Psyche auf das Immunsystem wird derzeit diskutiert.

Immuntherapie
Behandlung von Patienten und Patientinnen unter Ausnutzung der körpereigenen lmmunfunktionen, um Tumore oder Infekte abzuwehren.

Interferon
Ein Botenstoff unseres körpereigenen Immunsystems. Bildet sich bei Virusinfektionen (Virus) und hemmt das Wachstum der Viren; wird heute auch gentechnologisch hergestellt und bei der Immuntherapie eingesetzt.

Interleukin
Ein Botenstoff unseres körpereigenen Immunsystems. Wird in bestimmten Formen der Leukozyten gebildet; kann heute gentechnologisch hergestellt werden, wird bei der Immuntherapie eingesetzt.

Inzidenz
Häufigkeit, mit der ein bestimmtes Ereignis vorkommt.

Inversibel
Nicht umkehrbar.

Isotransplantation
Gewebetransplantation zwischen genetisch eng verwandten Individuen derselben Spezies, zum Beispiel eineiigen Zwillingen.

Seitenbeginn

K

Kanzerogene
Stoffe, die Krebs hervorrufen können. Kanzerogene können von außen in den Körper gelangen, oder von unserem Körper aus harmlosen Einzelsubstanzen zusammengesetzt werden.

Karzinogenese
Schrittweise Entstehung von Krebs in zeitlicher wie auch ursächlicher Hinsicht.

Karzinom
Bösartiger Tumor, der in den Epithelgeweben entsteht, z. B. in der Haut, den Schleimhäuten der Lunge, verschiedenen Drüsen, des Magen-Darm-Trakts, der lnnenauskleidung der Harnblase und anderer Organe. 80-90% aller bösartigen Tumore sind Karzinome.

Kernspintomographie
Bildgebendes Untersuchungsverfahren ohne Strahlenbelastung: Ein von außen um den Körper erzeugtes starkes, aber ungefährliches Magnetfeld veranlaßt die körpereigenen Wasserstoffatome dazu, Signale zurückzusenden. Diese können von einem Computer zu einem Bild des Körperinneren zusammengesetzt werden.

Klimakterium
Wechseljahre; Menopause (gr. Klimakter "Stufenleiter", gr. Klimax "Treppe, Leiter", gr. Klima "Neigung, Zone, geographische Lage")
Lebensstufe, in dem die Funktion der Eierstöcke und somit die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau allmählich erlischt; Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt.

Klinisch, Klinischer Versuch
"Klinisch" bedeutet, auf die Anwendung am Menschen bezogen. In klinischen Versuchen werden Materialien und Methoden einer Studie systematisch untersucht. Ziel ist es, herauszufinden, ob die untersuchte neue Behandlungsmethode bei ausgewählten Patienten und Patientinnen bessere Ergebnisse erbringt als die bekannten Therapien.

Kokarzinogen
Eine Substanz in der Umwelt, die mit anderen Faktoren (chemischen, biologischen oder physi- kalischen) zusammenwirken und Krebs hervorrufen kann.

Kolon
Mittlerer und größter Abschnitt des Dickdarms; wird aber auch als Bezeichnung für den gesamten Dickdarm einschließlich Blind- und Mastdarm verwendet.

Koloskop
Gerät zur direkten Untersuchung des Dickdarms.

Kolostoma
Auch Kolostomie, künstlicher Darmausgang, chirurgisch hergestellte Verbindung zwischen Dickdarm und Bauchwand. Dient zur Ableitung des Darminhalts, wenn der natürliche Darmausgang vorübergehend oder dauerhaft ausfällt.

Kombinationstherapie
Kombination mehrerer Verfahren bei der Behandlung eines Patienten,z.B.Verbindung von Chemo-, Strahlen- und chirurgischer Therapie.

Konisation
Ein kegelförmiger Teil des Gebärmuttermundes (Zervix) wird chirurgisch entfernt und dann mikroskopisch untersucht. Dient dazu, die Ausdehnung und Tiefe eines Tumors zu bestimmen.

Krebs
Unkontrolliertes Wachsen von Körperzellen, hat bei Nicht-Behandlung sehr oft tödliche Folgen. Krebserkrankungen führen in der Regel zu Tumoransiedlungen, die in das normale Gewebe ein- dringen. Im weiteren Verlauf bilden sich häufig Metastasen.

Kurative Therapie
Therapie, die die Heilung der Patienten zum Ziel hat; vgl. auch palliative Therapie.

Seitenbeginn

L

Leukämie
Krebserkrankung des blutbildenden Systems, betrifft vor allem das Knochenmark und die Lymphknoten. Sie ruft in der Regel eine Überproduktion von weißen Blutkörperchen hervor. Man unterscheidet zwischen akuten Leukämieformen, die schnell und heftig auftreten, und chronischen, die langsam fortschreiten.

Leukopenie
Verminderung der Zahl der weißen chen (Leukozyten) im Blut.

Leukozyten
Weiße Blutkörperchen; werden in verschiedene Formen unterteilt, u. a. in Lymphozyten; übernehmen bestimmte Funktionen im Immunsystem.

Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung.

Lokalrezidiv
Erneutes Auftreten eines Tumors an einer bereits vorher behandelten Stelle, Gegensatz Metastase.

Lymphe
Trübe, hellgelbe Flüssigkeit, die aus weißen Blutzellen (Lymphozyten), Antikörpern und bestimmten Nährstoffen besteht und im gesamten Körper zirkuliert.

Lymphödem
Anschwellen eines Körperteils durch einen Abflußstau der Lymphe; kann durch Operationsnarben, durch Tragen von einengender Kleidung entstehen aber auch eine Tumorneubildung anzeigen. Sonnenbaden und Sauna kann das Lymphödem verstärken.

Lymphom
Jede Geschwulst des Lymphgewebes egal, ob gutartig oder bösartig.

Lymphosarkom
Bösartige Geschwulst des Lymphsystems.

Lymphozyten
Zellbestandteile des Blutes (gehören zu den Leukozyten) und Bausteine des Immunsystems. Dienen der Abwehr von Krankheiten und körperfremden Stoffen.

Lymphsystem
Dient als Filteranlage gegen körperfremde Stoffe und ist darüber hinaus an der Spezialisierung der Lymphozyten beteiligt.

Seitenbeginn

M

Makrophage
Sonderform der weißen Blutkörperchen; Wanderzellen, die sich an der Abwehr von Entzündungen beteiligen.

Maligner Tumor
"Bösartiger" Tumor, der wachsen und sich auf das umliegende Gewebe ausbreiten kann. Bei manchen Tumorformen lösen sich Tumorzellen ab und entwickeln sich in anderen Organen weiter (Metastase).

Mamma
Medizin. Fachbegriff für die weibliche Brust (Mehrzahl: Mammae).

Mammographie
Röntgenverfahren zur Darstellung des Brustgewebes, ermöglicht häufig den Nachweis eines Tumors, bevor dieser als Knoten tastbar ist.

Marker
Körpersubstanz, deren Vorhandensein auf einen Tumor oder andere Erkrankungen hinweist.

Mastektomie
Entfernung der weiblichen Brust; je nach Umfang unterscheidet man: Subkutane M., bei der das Brustdrüsengewebe entfernt wird. Erweiterte M., hier werden Brustdrüsengewebe, Teile der Brusthaut sowie die Lymphknoten im Bereich der Achselhöhle entfernt. Radikale M., hierwerden zusätz- lich der kleine und der große Brustmuskel ganz oder teilweise entfernt.

Mastopathie
Gutartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes. Im Laufe der Zeit können bestimmte Formen der Mastopathie bösartig (maligne) werden.

Melanom
Bösartiger Tumor, der in den pigmentbildenden Hautzellen entsteht.

Menopause
Der Zeitpunkt nach der letzten Monatsblutung; bedingt durch das Nachlassen der Funktionsfähigkeit der Eierstöcke (Ovarien); liegt bei europäischenlamerikanischen Frauen meistens zwischen dem 47. und 52. Lebensjahr.

Metabolismus
Der Stoffwechsel, Gesamtheit aller chemischen und physikalischen Vorgänge, durch die lebende Substanz erzeugt und erhalten wird.

Metastase, Metastasieren
"Tochtergeschwulst", das - im Gegensatz zum Lokalrezidiv - entfernt vom Ursprungsherd an einer anderen Stelle im Körper entsteht. Die Ausbreitung der Tumorzellen erfolgt meist über die Blut- und Lymphbahnen.

Mitose
Vorgang der Zellkernteilung oder Zellreproduktion.

Mitotischer Index
Zellteilungsindex: Zahl der Zellen einer Zellgruppe, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Teilung befinden. Der normale Teilungsindex der meisten Körpergewebe ist heute bekannt: weicht ein Gewebe stark davon ab, kann das ein Hinweis auf tumorartige Veränderungen sein.

Mitotischer Zyklus
Zellzyklus, die verschiedenen Stadien des Zellwachstums: l. Ruhephase. 2. Synthese, in der die DNA des Zellkerns verdoppelt wird. 3. Wieder Ruhephase. 4. Mitosephase, in der die Chromosomensätze verdoppelt werden und sich die Mutterzelle in zwei identische Tochterzellen teilt. Die meisten Zytostatika greifen in die 2. und 4. Phase ein.

Monoklonale Antikörper
Gentechnologisch hergestellte, hochspezifische Antikörper, die sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie von Tumorerkrankungen eingesetzt werden können.

MOPP
Medikamentenkombination aus Mustinhydrochlorid, Oncovin, Procarbazin und Prednison. Wird zur Therapie von Morbus Hodgkin verwendet.

Multiples Myelom
Bösartiger Tumor des Knochenmarks.

Mutagen
Faktor, der zu vermehrten Mutationen führt. Die meisten Mutagene sind zugleich Kanzerogene und umgekehrt.

Mutation
Genetische Veränderung einer Zelle. Veränderungen in Ei- oder Samenzellen können vererbt werden.

Myelom
Bösartiger Tumor des Knochenmarks, meistens Multiples Myelom.

Mykosen
Erkrankungen, die durch Pilze verursacht sind.

Seitenbeginn

N

Neoplasma
Neu entstandene, abnorme Zellwucherung : häufig handelt es sich dabei um bösartige Tumore.

Neuroblastom
Bösartiger Tumor des Nervensystems, der aus unreifen Nervenzellen besteht.

Nitrosamine
Krebserregende Stoffe (Kanzerogene), die mit der Nahrung aufgenommen oder vom Körper selbst aufgebaut werden können.

Nodulus
Knötchen: kleine feste Schwellung, die ertastet werden kann.

Nodus
Knoten; abgegrenzte, knollige Gewebeverhärtung.

Nuklearmedizin
Anwendung radioaktiver Substanzen im menschlichen Körper für diagnostische und therapeutische Zwecke.

Nukleinsäure
DNA und RNA.

Nukleolus
Kernkörperchen; dichte Struktur innerhalb des Zellkerns, die für die Herstellung von ribosomaler RNA zuständig ist.

Nukleus
Zellkern.

Seitenbeginn

O

Ödem
Ansammlung von Körperflüssigkeit in den Zwischenzellräumen (Lymphödem).

Östrogen
Hormon, das hauptsächlich von den Eierstöcken (Ovarien) gebildet wird; spielt eine wichtige Rolle bei der Ausprägung der Brust, beim Ablauf der Monatsblutung sowie bei der Fortpflanzung. Darüber hinaus spielt es auch eine wichtige Rolle beim Knochenstoffwechsel.

Östrogen/Progesteron Rezeptor Assay
Verfahren zur Bestimmung der Hormonabhänigkeit eines Brustkrebses, wird meistens bei der Biopsie durchgeführt. Man sucht dabei auf den Tumorzellen nach Anlegestellen für die Hormone Östrogen und Gestagen. Sind sie vorhanden, besteht die Wahrscheinlichkeit, daß dieser Brustkrebs in seinem Wachstum von einem oder beiden Hormonen abhängig ist. Diese Erkenntnis macht man sich zunutze, indem man die Patientin mit hormonblockierenden Medikamenten behandelt.

Okkultes Blut
Unsichtbare Blutspuren, vor allem im Stuhl. Der Hämokkult- oder Guajak-Test wird zur Früherkennungsuntersuchung bei Kolon- und Rektumkarzinom eingesetzt.

Onkogen
Ein Gen, das die Entstehung von Krebs verursachen oder begünstigen kann. Das Adjektiv Onkogen bezeichnet jeden Faktor, der ursächlich dazu beiträgt.

Onkologie
Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Erforschung und Behandlung von Tumorerkrankungen beschäftigt.

Osteogenes Sarkom
Knochentumor.

Ovarien
Eierstöcke; weibliche Keimdrüse; produziert bei geschlechtsreifen Frauen befruchtungsfähige Eizellen und verschiedene Hormone (Gestagene, Östrogen).

Seitenbeginn

P

Palliative Therapie
"Lindernde" Tumortherapie, die auf Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität abzielt, somit auf Verminderung der Tumorsymptome, vgl. kurative Therapie.

Palpation
Untersuchungstechnik, bei der man mit Händen und Fingern die Körperoberfläche und die darunterliegenden Organe abtastet.

Pankreas
Bauchspeicheldrüse, liegt hinter dem Magen und produziert verschiedene Enzyme, die zur Verdauung notwendig sind.

Pap-Test
Technik zur Untersuchung krebsverdächtiger Zellen, von dem griechisch-amerikanischen Pathologen Georgion N. Papanicolaou (1883-1962) entwickelt: von z. B. Gebärmuttermund oder Bronchien werden Zellen abgenommen und mikroskopisch untersucht.

Pathogen
Krankheiten verursachend, krankmachend.

Pharynx
Rachen.

Plasma
Der flüssige Bestandteil des Bluts, der nach der Entfernung der weißen und roten Blutkörperchen übrigbleibt.

Plasmazelle
Freie Zellen des Bindegewebes, des Knochenmarks und anderer Gewebe; produziert Antikörper und lmmunoglobin.

Plastische Chirurgie
Befaßt sich im Rahmen der Brustrekonstruktion mit dem Wiederaufbau der Brust, wobei derAufbau mit körpereigenem Gewebe oder mit körperfremdem Material (Silikonimplantat) vorgenommen werden kann.

Plazebo
Scheinmedikament.

Postoperativ
Nach einem chirurgischen Eingriff.

Präkanzeröse Veränderungen oder Schäden
Strukturelle Veränderungen eines Körpergewebes, die eindeutig abnormal sind, aber noch nicht bösartig. Diese Veränderungen können später zu Krebs werden.

Präklinisch
Wissenschaftlich notwendige Untersuchungen eines Medikaments vor der Anwendung am Menschen (chemische Eigenschaften, Zellkultur Tierversuch).

Prävention
Vorbeugung; alles, was Krebs vermeiden hilft, z. B. gesunde Lebensweise: nicht rauchen, wenig Alkoholtrinken, ausgewogene Ernährung, vermeiden starker Sonnenbestrahlung, vermeiden von Übergewicht, befolgen der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz.

Prognose
Voraussichtlicher Krankheitsverlauf; Abschätzung der Heilungschancen.

Prophylaxe
Verhütung von und Vorbeugung gegen Krankheiten.

Prostata
Vorsteherdrüse, walnußgroße Drüse des männlichen Urogenitalsystems. Sie liegt unterhalb der Blase und umschließt den oberen Teil der Harnröhre. Sie sondert ein Sekret ab, das den Hauptbestandteil des Samenergusses bildet.

Proteine
Eiweiß, Gruppe von komplexen organischen Verbindungen, stellen den wichtigsten Bestand der aktiven Zellbestandteile.

Prothese
Künstlicher Ersatz für einen verlorengegangenen Teil des Körpers.

Psychosomatik
Diese Fachrichtung beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen seelischen Vorgängen und körperlichen Funktionen.

Punktion
Einstich einer Hohlnadel zur Entnahme von Körperflüssigkeit oder Gewebe (Biopsie, Feinnadelbiopsie). Die Punktion kann unter Ultraschall (Sonographie) oder Röntgenkontrolle erfolgen.

Seitenbeginn

Q

Quadrantektomie
Operation, bei der nur derTeil (eigentlich das "Viertel", der Quadrant) der Brust entfernt wird, in dem der Tumor sitzt. Darüber hinaus werden die Lymphknoten im Bereich der Achselhöhle enfernt.

Seitenbeginn

R

Radikaloperation
Totale Entfernung einer Krebsgeschwulst (Mastektomie). Wird in der Gynäkologie z. B. benutzt für die vollständige Entfernung der Gebärmutter samt Eierstöcken.

Radiologie, Radiologe
Lehre von den Strahlen und ihrer medizinischen, besonders diagnostischen und therapeutischen Anwendung. Ein Radiologe ist der Facharzt für Röntgenologie und Strahlenheilkunde.

Radiotherapie
Bestrahlung, Strahlentherapie.

Randomisierung
Zufällige, unvoreingenommene Auswahl: z. B. Zuteilung der Patienten auf verschiedene Therapieformen nach dem Zufallsverfahren.

Rehabilitation
Alle medizinischen, psychotherapeutischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen, die eine Wiedereingliederung der Patienten in Familie, Gesellschaft und Berufsleben zum Ziel haben. Diese Maßnahmen sollen es den Patienten ermöglichen, besser mit krankheitsbedingten Problemen fertig zu werden.

Remission
Man unterscheidet zwischen der kompletten Remission, bei der kein Tumor mehr nachweisbar ist, und der teilweisen (=partiellen) Remission, bei der zwar nicht alle, aber viele Tumoranzeichen beseitigt sind.

Retinoblastom
Seltene, teilweise erbliche Geschwulst der Augen-Netzhaut, tritt vor allem bei jungen Menschen auf.

Rezidiv
Erneutes Auftreten eines Tumors nach vorheriger Behandlung. Man unterscheidet zwischen Lokalrezidiv und Metastasen.

Rhabdomyosarkom
Seltener Tumor des quergestreiften Muskelgewebes; meistens bei Kindern und Jugendlichen.

Ribonukleinsäure
RNA.

Ribosomen
Körnchenförmige Gebilde der Zellen, die RNA enthalten.

Riesenzellsarkom
Knochentumor, dessen Kennzeichen Riesenzellen mit mehreren Zellkernen sind.

RNA Ribonukleinsäure, eine der zwei Nukleinsäuren (neben DNA) in allen lebendigen Zellen. Beide üben die primäre Kontrolle über die Lebensprozesse aller biologischen Organismen aus.

Seitenbeginn

S

Sarkom
Bösartiger Tumor, der im Bindegewebe entsteht, zum Beispiel in Sehnen, Muskeln, Fett und Knochen.

Serum
Der klare Anteil jeder Körperflüssigkeit, die von ihren Zellbestandteilen getrennt wurde. Bezieht sich in der Regel auf das Blutserum, der Flüssigkeit, die übrigbleibt, wenn man Blutkörperchen und Gerinnungsproteine entfernt hat.

Silikonimplantat
Wenn die Brustrekonstruktion nicht ausreichend mit körpereigenem Gewebe durchgeführt werden kann,werden künstliche Einsätze (Implantate) zur Füllung und Formung des Brustkörpers verwendet. Das Füllmaterial Silikon gilt als besonders elastisch und haltbar.

Somatische Zelle
Jede Körperzelle, die keine Ei- oder Samenzelle ist.

Sonographie
Ultraschalluntersuchung; bildgebendes Verfahren, bei dem energiereiche Schallwellen durch Gewebe, Tumore, BIutgefäße oder Knochen in unterschiedlicher Weise reflektiert werden; kann auch in Kombination mit anderen Verfahren (Mammographie) zur Diagnose oder zur Verlaufsbeobachtung eingesetzt werden.

Spezifität
In der lmmunologie die Gesamtheit aller Eigenschaften, die für eine Materie kennzeichnend ist. Auch das Ausgerichtetsein auf etwas Bestimmtes.

Stoma
Eine chirurgisch hergestellte öffnung, z. B. ein künstlicher Darmausgang in der Bauchwand, der zurAbleitung des Darminhalts dient,wenn der normale Darmausgang wegen Verletzung oder Operation nicht zur Verfügung steht. In manchen Fällen wird ein Stoma nur für die Übergangszeit angelegt, während die Operationswunden innerhalb des Bauchraums heilen. In einer zweiten Operation verbindet man dann die beiden Darmenden und der normale Darmausgang ist wieder benutzbar.

Strahlentherapie
Anwendung energiereicher Strahlen zur Therapie von Tumorerkrankungen. Je nach Art der eingesetzten Strahlen unterscheidet man zwischen Röntgen-, Telekobalt- und Neutronentherapie.

Studie
Wissenschaftliche Untersuchung unter vorher genau festgelegten Bedingungen. Kann Prüfung der Wirksamkeit einer Behandlungsmethode oder eines Medikaments, Diagnostik, Prävention oder Risikofaktoren betreffen.

Szintigraphie
Wichtiges bildgebendes Verfahren in der Tumordiagnostik. Schwach radioaktive Substanzen (Marker) werden nach derVerabreichung kurzfristig im Gewebe gespeichert und lassen dort krankhafte Veränderungen erkennen.

Seitenbeginn

T

Teratom
Komplizierte Mischgeschwulst, die in Keimdrüsen oder Leibeshöhlen vorkommt, stammt von Keimzellen ab.

Thermographie
Untersuchungsmethode, Technik zum Nachweis verschiedener Temperaturen im Körper. Möglicherweise deuten besonders heiße Stellen auf Infektionen, Tumore oder andere Erkrankungen hin.

Thrombozyten
Blutplättchen, leiten die Blutgerinnung ein.

Tomographie
Röntgendiagnostisches Verfahren, das eine Reihe von dünnen Querschnitten durch das Untersuchungsgebiet erzeugt. Heute durch die Computertomographie abgelöst.

Transformation
Veränderung der Zellen in Form und Wachstumsverhalten. Bei Gewebekulturen ist damit gemeint, daß der Mechanismus verloren geht, der die Zellen daran hindert, ungehindert weiterzuwachsen.

Transkription
Übertragung von genetischer Information von DNA auf RNA.

Toxizität
"Giftigkeit", übertragen: Nebenwirkungen.

Tumor
Jede gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Geschwulst ist ein Tumor. der Begriff ist in der Medizin völlig wertneutral.

Tumormarker
Körpereigene Substanzen, die von wachsenden Neoplasmen (Neoplasma) vermehrt gebildet und in Blut abgegeben werden. Der Nachweis dieser Tumormarker im Blut oder Urin des Patienten dient hauptsächlich der Verlaufsbeobachtung und ergänzt weitere klinische Untersuchungen.

Seitenbeginn

U

Ultraschall
Schallwellen mit einer Frequenz über ca. 20 kHz. Werden in der Medizin zur Wärmeerzeugung im Gewebe verwendet, zur Vernebelung von Arzneimitteln und besonders zur exakten Vermessung von Organen und Tumoren (Diagnose).

UItraschalluntersuchung
Sonographie.

Seitenbeginn

V

Vakzine
Impfstoff aus getöteten oder abgeschwächten Mikroorganismen zur Prävention, Abmilderung oder Behandlung von Infekten.

Verdauungstrakt
Besteht aus Mund. Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm (einschließlich Kolon und Rektum).

Vertikale Übertragung
Übertragung eines Tumors von den EItern auf die Kinder.

Viren
Kleinste Krankheitserreger die keinen eigenen Stoffwechsel haben. Sie sind auf eine Wirtszelle angewiesen, um sich weiter vermehren zu können. Sie werden vom körpereigenen Immunsystem angegriffen.

Seitenbeginn

W

Wachstumsfaktoren
Hämotopoetische (blutbildende) Wachstumsfaktoren sind körpereigene Botenstoffe, die die Reifung verschiedener Blutzellen stimulieren. Sie stehen heute teilweise als gentechnisch hergestellte Produkte zur Verfügung (G-CSF, GM-CSF, Erythropoietin).

Wilms-Tumor
Seltener bösartiger Nierentumor; tritt meistens bei kleineren Kindern auf.

Wirt/Wirtszelle
Pflanzliche, tierische oder menschliche Zellen, die von einem Virus befallen sind und von ihm "gezwungen" werden, seiner Vermehrung zu dienen, indem sie ihm ihren Stoffwechsel zur Verfügung stellen.

Seitenbeginn

X

Xeroradiographie
Auch Xeromammographie, Alternative zur herkömmlichen Röntgenuntersuchung. Die Röntgenbilder werden auf Fotopapier entwickelt und können ohne Hilfsmittel betrachtet werden.

Seitenbeginn

Z

Zellinien
Ergebnis eines Verfahrens, bei dem ein entnommenes Stück Gewebe auf speziellen Gewebskulturen groß gezogen wird. Die neuen Zellkulturen entstehen aus wenigen Zellen und sind darum sehr einheitlich.

Zellvermittelte Immunität
Wird durch Lymphozyten geleistet und schützt im wesentlichen vor bakteriellen Infektionen und Pilzerkrankungen.

Zyste
Durch eine Kapsel abgeschlossener Gewebehohlraum mit mehr oder weniger dünnflüssigem Inhalt; zu diagnostischen Zwecken wird der Inhalt mittels Feinnadelbiopsie abgesaugt und histologisch und zytologisch untersucht.

Zytologie
Lehre vom Bau und der Funktion der Zellen. Bei der zytologischen Untersuchung wird die Beschaffenheit der Zellen, der Gewebeprobe untersucht; sie dient damit der Diagnose oder Differentialdiagnose bei Verdacht auf einen Tumor.

Zytoplasma
Das flüssige, nicht aus Partikeln bestehende Grundmaterial der Zelle.

Zytostatika
Arzneimittel, die das Tumorwachstum hemmen oder die Tumorzelle direkt angreifen. Zytostatika, die ausschließlich Tumorzellen angreifen und gesunde Zellen schonen, gibt es bisher noch nicht.

Zytotoxizität
Schädlichkeit einer bestimmten Substanz für eine Zelle. Die Bezeichnung wird häufig für die unerwünschten Nebenwirkungen der Krebs-Medikamente verwendet. Auch in der Behandlung nicht bösartiger Erkrankungen werden unter Umständen zytotoxische Medikamente eingesetzt.

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